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MASSIMO LISTRI
die schönsten Bibliotheken der Welt
MUSKELN, FLEISCH, TESTINO!
„Heute darf Mann Strumpfhose tragen UND sich dabei in den Schritt greifen.“
EINE NACHTWANDERUNG
Culture
TREE HOUSES
„Es scheint, hätte man als Architekt bereits ein Baumhaus geschaffen, kommt man nicht umhin, ein zweites, drittes und mehr zu entwerfen. Baumhausmanie?“
8. Januar 2021

MASSIMO LISTRI

Die Zahl der Bibliotheken sinkt seit Jahren. Heute gibt es in Deutschland noch knapp 10.000 Standorte. Die gleiche Entwicklung lässt sich auch in anderen Ländern beobachten. Dabei sind einige Büchersammlungen auch einen Besuch wert, selbst wenn man nie ein Buch in die Hand nehmen würde.

22. Januar 2017

MUSKELN, FLEISCH, TESTINO!

Der männliche Körper ist ein Bollwerk. Er bietet Schutz und Geborgenheit. Er ist hart und weich zugleich. Form und Funktion folgen dem gleichen Bauplan. Er ist zum Jagen geschaffen, für den Kampf und für den Flirt. Er kann einen anderen Menschen in den Arm nehmen. Er ist eine Festung, die man zwar besuchen, aber niemals ganz einnehmen kann.

13. November 2016

EINE NACHTWANDERUNG

„Dunkel war’s, der Mond schien helle“: Christian Morgenstern soll für diese erste Zeile eines zumindest im deutschsprachigen Raum sehr bekannten Gedichtes verantwortlich sein. Man schreibt das Spottgedicht aber auch Joachim Ringelnatz zu, der eigentlich Hans Gustav Bötticher hieß und für seine Unsinnverse und mitunter kühne Kinderliteratur berühmt war. Goethe soll’s geschrieben haben und Lewis Carrol. So gegensätzlich wie das deutsche Reimgut selbst und so ungreifbar wie dessen Autor scheint, so voller Gegensätze und Faszination ist die Nacht selbst. Seit Menschengedenken versuchen Künstler und Schriftsteller, die Nacht zu beschreiben und sie in ihnen naher Kunstform festzuhalten. Das taten und tun sie in Texten und Bildern und seit der Erfindung der Kamera: in Fotografien.

18. Oktober 2016

TREE HOUSES

Das Konzept einer Behausung über dem Boden und im Geäst der Bäume existiert nicht erst seit gestern. Seit Menschengedenken gibt es vielfältig geartete Baumhäuser und verwandte Ideen. Sie erwecken Gefühle nicht nur von Freiheit und Grenzenlosigkeit, sondern auch von Geborgenheit und nicht zuletzt des Beschütztseins.

 

Urvölker Südamerikas und Südostasiens machen sich die Vorteile eines solchen Obdachs in der Dichte des Blätterwerks der Bäume seit Jahrhunderten zunutze. Baumhäuser sind außer Reichweite von Angriffen befeindeter Stämme und Raubtiere, sie schützen Nahrungsvorräte vor Dieben tierischer und menschlicher Art – und nicht zu vergessen: Sie sind erhaben über allerlei Gekreuch und Gefleuch am Boden des Dschungels. Der Korowai-Stamm in Papua-Neuguinea errichtet Baumhäuser sogar in Höhen von bis zu vierzig Metern! Auch in der westlichen Welt ist die Idee vom Baumhaus schon lange bekannt, aber erst im 16. Jahrhundert erlebte das Konzept einen Boom. In Frankreich und besonders in Großbritannien war es plötzlich überaus chic, seinen Tee neben Vogelnestern und reifen Äpfeln einzunehmen. Queen Elizabeth II. verbrachte später sogar ihre Flitterwochen in einem Baumhaushotel. Von solchen Baumhäusern für die Unterbringung von Touristen und von den skurrilsten Konstrukten seiner Art berichtet „Tree Houses“, erschienen im TASCHEN Verlag. Fantastische Fotos wechseln sich ab mit Illustrationen des kalifornischen Künstler Patrick Hruby, der die mitunter waghalsige Architektur in bunten Bildern festhält.