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DER GARTEN EDEN
Design
16. Juli 2021

DER GARTEN EDEN

Auch wenn aus Ur- und Frühgeschichte keine schriftlichen Quellen existieren, weiß man, dass die Menschen bereits kleine Gärten unterhielten, die vor allem der Nahrungssicherung dienten. Im alten Ägypten gab es bereits erste Ziergärten und Anlagen, die religiösen Handlungen vorbehalten waren. In Europa machten Römer und Griechen das Prinzip des Lustgartens bekannt, die durch die immer konstantere Wasserversorgung möglich wurden. Heute dienen Gärten vor allen Dingen der Erholung, gewinnen aber immer mehr auch im Kampf gegen den Klimawandel an Bedeutung.

Schrebergärten, Balkonien oder kleine Gemeinschaftsgärten können nicht nur für geplagte Großstädter eine willkommene Zuflucht sein. Sie spielen außerdem eine Rolle für Tierarten, die durch Bebauung Lebensraum verloren haben. Dabei gilt: Je mehr unterschiedliche Pflanzen der Garten beherbergt, desto höher die Biodiversität der Tiere. Ein weiterer Faktor ist die Pflege bzw. die Über-Pflege der Grünflächen. Je mehr der Besitzer des Gartens in den natürlichen Wuchs eingreift, desto kleiner die Artenvielfalt.

Neben privaten Gartenflächen werden Diskussionen um bepflanzte Dächer gerade in emissionsstarken Metropolregionen lauter. Grüne Dächer schützen im Sommer vor Hitze und dämmen im Winter potenziellen Wärmeverlust ein. Sie dienen somit als natürliche Klimaanlage. Bei Starkregen verhindern sie Überschwemmungen und sie sind Lärmschlucker. Kein Wunder, dass Städte wie Hamburg die Begrünung der Dächer massiv fördern.

In „Der Garten Eden“ aus dem gestalten Verlag berichten Abbye Churchill und weitere Autoren von grünen Oasen in der Stadt und auf dem Land und geben nützliche Tipps für nachhaltiges Gärtnern sowie Selbstversorgung. Das Buch versammelt insgesamt über 20 spannende Gartenprojekte aus aller Welt.

 

Der Garten Eden, gestalten & Abbye Churchill, erschienen im gestalten Verlag, 256 Seiten, 21 x 26 cm

 

Text: Felix Just

16. Juli 2021 Design m # zum mate.style.lab